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Tourbeschreibung:

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Tag 4: Kubu Island - Rakops

Tag 5: Sunday Pan in der Central Kalahari

Tag 6: Piper Pan im CKGR

Tag 7: Tau Pan im CKGR

Fortsetzung Tag 8 - 11 auf neuer Seite

Nachdem wir unfreiwillig den Morgen mit dem lästigen Geräusch unserer Autoalarmanlage begrüßt hatten, waren außer uns mit Sicherheit auch alle anderen Campierer rund um Kubu Island wach geworden. Raus aus den Federn war die Devise und losgefahren in Richtung Norden von Kubu Island. Dort nämlich gibt es endlos weit nichts - einfach nichts außer der grauen Salzkruste. In weiter Entfernung kann dann ein jeder sich dem trügerischen Schein diverser Fata Morganas hingeben. Nachdem wir noch einmal ausgiebig einfach nur geschaut hatten, machten wir uns auf den Rückweg nach Mmatshumo. Von dort fuhren wir nun Richtung Orapa und landeten prompt auf einer Straße, auf der für uns Schluss war. Bewaffnete Wachposten, Schranken und Wärterhäuschen mitten in der Pampa. Keine Frage, wir waren der Diamantenstadt Orapa schon zu nahe gekommen. An diesem Straßenposten ist es für jeden Unbefugten nicht erlaubt weiterzufahren. Wir mussten also erstmal wieder in die falsche Richtung weiterfahren, kamen aber alsbald an die Abzweigung zur Straße nach Rakops, unserem nächsten Ziel.


In Rakops (Bildrechte Tommi Louis)

Auf Kubu Island


Sowa Pan - Für die einen ist es eine Salzwüste für die anderen ein getrockneter Seebodenschlamm (meint Joachim)

Oryxe im Deception Valley


Dusche in der Sunday Pan

In Rakops schließlich tankten wir voll auf. Dies wäre an sich nichts besonderes, wenn hier nicht noch mit der Hand gekurbelt würde! Im Supermarkt schließlich findet man ein reichhaltiges Angebot an verschiedenen Maismehlsäcken, Augentropfen für Kinder und Cornedbeefherstellern. Trotz alledem - nach einigem Suchen hatten wir die wichtigsten Dinge für vier Tage Kalahari beieinander. Wir machten uns auf den Weg Richtung Matswere Gate im Norden des CKGR. Doch die 40 Km Sandpiste erwiesen sich als langsamer zu befahren als ursprünglich gedacht. So campierten wir schließlich rund 10 Km vom Gate entfernt außerhalb des Parks. Schon in der Dämmerung waren dann die typischen Rufe der Löwen zu hören. Wir rätselten: Es heißt Löwenrufe sind maximal 10 Km weit zu hören. Diese aber waren nah, sehr viel näher als 10 Km. Und die logische Folgerung aus dieser Sache war natürlich, dass sie sich genauso wie wir außerhalb des Parks befanden. Zum Glück blieb es aber nur beim Rufen, eine Gegenüberstellung fand nicht statt! Am nächsten Tag erfuhren wir im Park, dass die Löwen regelmäßig nachts den Park verlassen. Es ist für sie leichter Rinder als Antilopen zu jagen!!

Nachdem wir ausgiebig mittags im Deception Valley Oryxe, diverse Vögel und andere Tiere beobachtet hatten, fuhren wir zu unserem Camp Site, der Sunday Pan. Wunderbar auf einer Anhöhung gelegen, mit riesig viel Platz und einfachen aber sehr effizienten Dusch- und Toiletteneinrichtungen.

Bei einem kleinen Spaziergang waren da allerdings schon wieder so verräterischen Löwenspuren im Sand. Der Spaziergang wurde abgebrochen. In der Nähe des Autos und des Lagerfeuers war man doch irgendwie sicherer!

Nach einem wunderbaren Sonnenaufgang in der Sunday Pan dann die ersten Lichstrahlen über die Pan selbst. Und wer wandert da? Tatsächlich drei Löwen! Sie sollten die ersten und die letzten Löwen sein, die wir auf dieser Reise zu Angesicht bekamen. (Gehört haben wir allerdings noch sehr oft welche!)

Der nächste Tag führte uns durch das Passarge Valley und die Phokoja Pan bis in die Piper Pan. Allen, die ähnliches planen, sei gesagt. Diese Strecke ist für einen Tag zu lange. Nachdem es im Passarge Valley viel zu sehen gab, zog sich der anschließende Teil ewig hin. Nur die braven "Streckenposten", die Oryxe, waren hier zu sehen, ansonsten sehr viel Einsamkeit. Wir hatten Bedenken, ob wir unsere Ziel an diesem Tag noch erreichen können. Dank unserer drei Männer, die eifrige und geduldige Fahrer waren, schafften wir es aber noch. Die Piper Pan liegt im Herzen der Central Kalahari - weit weg von jeder menschlichen Ansiedelung. Sie ist umgeben von wogenden gelben Grasflächen und vielen, vielen Schakalen. Ein wunderbarer Ort!

Am nächsten Tag führte uns der Weg in die Tau Pan.


Sonnenuntergang in der Tau Pan

Allgegenwärtig in der Piper Pan: Die Schakale


Traumplatz in der Tau Pan

Der Camp Site in der Tau Pan liegt noch einsamer als der in der Piper Pan. Fast schon wie in einem kitschigen Idyll erreicht man den Platz, umgeben von Springbock- und Oryxherden, richtet sich gemütlich ein und genießt einfach das Leben! Das Lagerfeuer (Bild nebenan) gehört jeden Abend zum Ritual. Macht es doch einerseits ein wenig Licht, schreckt die wilden Tiere ab, lässt einen leckere Kartoffeln braten und sorgt für die richtige Stimmung.

Fortsetzung des Berichtes


Manchem Busch (Sesimi Tree) sollte man sich nicht zu sehr nähern... (Camp Site Piper Pan)