Nach zwei Nächten in Livingston brachen wir nun nach Namibia auf. Wir fuhren 140 km auf einer Straße Richtung Grenze Katima Mulilo. Auf dieser Straße waren unglaublich viele Fußgänger unterwegs. Häuser waren natürlich auch manchmal zu sehen, aber man hatte den Eindruck, dass da viel mehr Menschen als Wohngelegenheiten waren. Der Grenzübertritt gestaltete sich ganz und gar unspektakulär. Nun hatten wir den sehr langweiligen Tripp durch den Caprivi vor uns. Von allen Gebieten in Afrika, die ich bislang gesehen habe, ist es der langweiligste Teil. In diesem Fall kam noch hinzu, dass immer wieder kleine Feuer zu sehen waren und entsprechend viele Stellen schon abgebrannt waren. Kein Tier weit und breit!!
Unser nächstes Übernachtungsziel waren die Popa Rapids. Bevor wir diese allerdings aufsuchen konnten, brauchten wir dringend Bargeld. Es dauerte einige Zeit bis wir kapierten, dass man im Supermarkt auch Bargeld holen konnte (nicht mit Hilfe eines Automaten, sondern mit Hilfe des Kassiers). Am Abend schließlich waren wir dann am Campsite der Popa Rapids. Erstaunlicherweise war der kleine "Strand" des Vorjahres gänzlich verschwunden. Dort, wo man letztes Jahr noch bequem in den Kavango hinein konnte, war nun überall Wasser. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, da könnte es auch Krokos geben. Nach Baden war mir deshalb diesmal nicht...
Tags drauf machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Achalm Farm, wo wir Jens hinbringen wollten. Das Gebiet südlich von Rundu ist unglaublich unterhaltsam, da rechts und links von der Straße alles verkauft wird, was man sich so an handgemachten Dingen vorstellen kann. Wer wirklich schöne Mitbringsel sucht, ist dort bestimmt gut aufgehoben.
Unterwegs machten wir auch noch einen Abstecher zu dem Hoba Meteorit. Wenn man ihn einmal gesehen hat, muss man garantiert nicht nochmal hin. Es ist nicht besonders spannend, aber so kann man sagen, man hat schon mal den größten Meteoriten der Erde angelangt...