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Zurück nach Windhoek:

Oben: Popa Rapids

Unten: Hoba Meteorit


Nach zwei Nächten in Livingston brachen wir nun nach Namibia auf. Wir fuhren 140 km auf einer Straße Richtung Grenze Katima Mulilo. Auf dieser Straße waren unglaublich viele Fußgänger unterwegs. Häuser waren natürlich auch manchmal zu sehen, aber man hatte den Eindruck, dass da viel mehr Menschen als Wohngelegenheiten waren. Der Grenzübertritt gestaltete sich ganz und gar unspektakulär. Nun hatten wir den sehr langweiligen Tripp durch den Caprivi vor uns. Von allen Gebieten in Afrika, die ich bislang gesehen habe, ist es der langweiligste Teil. In diesem Fall kam noch hinzu, dass immer wieder kleine Feuer zu sehen waren und entsprechend viele Stellen schon abgebrannt waren. Kein Tier weit und breit!!

Unser nächstes Übernachtungsziel waren die Popa Rapids. Bevor wir diese allerdings aufsuchen konnten, brauchten wir dringend Bargeld. Es dauerte einige Zeit bis wir kapierten, dass man im Supermarkt auch Bargeld holen konnte (nicht mit Hilfe eines Automaten, sondern mit Hilfe des Kassiers). Am Abend schließlich waren wir dann am Campsite der Popa Rapids. Erstaunlicherweise war der kleine "Strand" des Vorjahres gänzlich verschwunden. Dort, wo man letztes Jahr noch bequem in den Kavango hinein konnte, war nun überall Wasser. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, da könnte es auch Krokos geben. Nach Baden war mir deshalb diesmal nicht...

Tags drauf machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Achalm Farm, wo wir Jens hinbringen wollten. Das Gebiet südlich von Rundu ist unglaublich unterhaltsam, da rechts und links von der Straße alles verkauft wird, was man sich so an handgemachten Dingen vorstellen kann. Wer wirklich schöne Mitbringsel sucht, ist dort bestimmt gut aufgehoben.

Unterwegs machten wir auch noch einen Abstecher zu dem Hoba Meteorit. Wenn man ihn einmal gesehen hat, muss man garantiert nicht nochmal hin. Es ist nicht besonders spannend, aber so kann man sagen, man hat schon mal den größten Meteoriten der Erde angelangt...

Die schönste Überraschung auf unserer Rückreise nach Windhoek bot sich auf der Achalm Farm. Netterweise durften wir innerhalb des Farmhausgeländes unsere Zelte aufschlagen. Ja, und wer war da noch zu Hause? Romeo! Ein 8 Monate alter, noch nicht fertig erzogener junger Gepard lebt auf dieser Farm. Er wurde als Findelkind auf einer anderen Farm aufgelesen und nach Achalm gebracht. Dort sitzt er gerne neben dem erhöhten Pool. Wenn man nicht obacht gibt, kommt er im Galopp gelaufen und springt einen von hinten an. Er tobt auch ausgesprochen gerne rum und wenn er will, darf man ihn streicheln!! Vor seinen Zähnen muss man nicht ganz so großen Respekt haben wie vor seinen Tatzen, die sind nicht ganz ohne!! Romeo kackte auch auf unseren Frühstückstisch und benahm sich allenthalben noch recht ungezogen. Aber, was solls. Einen Geparden unter dem Kinn zu kraulen, ist einfach super!!! Und sein Dauergeschnurre in der Nacht neben dem eigenen Zelt - bitte, was will man mehr?

Nach diesem schönen Erlebnis verabschiedeten wir uns schweren Herzens von Jens und fuhren zur Ondekaremba Farm nach Windhoek zurück. Dort blieben wir noch zwei Tage, putzten Auto und Zelt und relaxten noch ein wenig.

Dann hieß es auch von Barbara mit Bedauern Abschied nehmen. Wir alle machten uns auf unsere Rückreise, wobei Barbara noch ein wenig in Johannesburg blieb.

Ach, schön war es!!

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Er will ja nur spielen

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