home tipps tour2011 gästebuch reiseberichte tiere wir ausrüstung back next kontakt
Im Chobe:
Fortsetzung der Beschreibung Livingston/ Victoria Fälle

Oben: Erfolgreiche Feuerzeug-Rückholung
Unten: Er war so frech


10.5. North Gate Camp Site

Wir hatten am North Gate unseren persönlichen Lieblingsplatz reserviert gehabt und ihn zum Glück auch frei vorgefunden. Noch während wir am auspacken und herrichten waren, zeigten sich die Meerkatzen in gewohnter Aufdringlichkeit. Manchmal reichte allerdings ein lautes Wort alleine nicht mehr aus, um sie zu vertreiben. Da musste man schon zu ordentlichen Drohgebärden und räumlicher Nähe übergehen, damit die Tiere merkten, dass man sie nicht auf dem Tisch oder in der Geschirrbox wünscht. Trotzdem klauten sie ruckzuck Barbaras Feuerzeug. Nachdem diesem aber eine besondere Allround Funktion in unserer Ausstattung zukam, brachte es Jens wieder an sich. Das war eine wahrlich wichtige Tat!

Als die Nacht hereinbrach, kamen plötzlich ganz andere Geräusche aus unmittelbarer Umgebung. Da schlichen doch tatsächlich Hyänen um unseren Platz. Erst dachten wir, es sei nur eine. Dann stellten wir aber im Strahl unserer Taschenlampen fest, dass es aus mehreren Ecken zurückleuchtete. Die Hyänen waren ziemlich nahe und liesen sich nicht so schnell vertreiben. Immer wieder kehrten sie zu uns zurück und ihr Gelächter erzeugte ein seltsames Gefühl in einem.

Unterwegs nach Savuti - am Kwai River

Wir wussten ja, dass wir für den Streckenabschnitt am Kwai River einiges an Zeit einplanen mussten, hatten wir doch auch in den Jahren zuvor hier unglaublich viele Tiere auf engsten Raum erleben dürfen. Natürlich machte dieses Jahr hier keine Ausnahme. Im Gegenteil, ich hatte den Eindruck, es waren noch viel mehr verschiedene Tiere, die wir zu Gesicht bekamen. Die Elefanten hatten wir ja auch in den Tagen zuvor schon in großen Mengen erlebt gehabt und auch hier waren sie sehr zahlreich unterwegs. An der Insel, an der erfahrungsgemäß immer ein paar Hippos an Land liegen, waren wir ausgestiegen, um die Hippos besser beobachten zu können. Plötzlich von hinten ein Krachen und wieder kam ein Elefant daher. Wir setzten uns lieber ins Auto, nachdem er unmittelbar an uns vorbeischritt und nur ein paar Meter von uns entfernt am Wasser zu trinken und baden begann. Man weiß ja nie, wie schnell sie sich da gestört fühlen. Neben den Hippos saß ein Batman (Kormoran zum trocknen). In dem Baum befanden sich noch zig weitere Kormorane. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses sprangen ein paar Impalas umher und nicht viel weiter liefen zahlreiche Giraffen rum. Ein kleines Krokodil war zu sehen und vor allem: Vögel, Vögel, Vögel.

Der Kwai River ist nach meinem Dafürhalten auf jeden fall ein Teil des ursprünglichen Paradieses...


Oben: Auch am Kwai-River jede Menge Elefanten
Unten: Sie waren einfach überall




Im Savuti

Der Savuti präsentierte sich uns ganz anders als im Jahr zuvor. Hatten wir letztes Jahr eine regelrechte "Löwenschwemme", so war dieses Jahr davon nichts auszumachen. Einmal hätten wir auf Grund eines Tipps zu Löwen hinfahren können. Wir machten uns auf den Weg, aber die Dämmerung kam viel schneller bzw. der Weg war einfach weiter, als für eine gefahrlose Rückkehr gut war. Wir drehten deshalb um, ohne die Löwen gesehen zu haben.

Dafür - und für mich war das ein tolles Ereignis, hatten doch Joachim und ich all die Jahre zuvor noch keinen gesehen - entdeckten wir zuerst eine Ansammlung an vier Autos am äußersten Ende der Rhino Vlei und nachdem wir dort angekommen waren, auch den Grund für das Aufkommen: Ein Leopard saß auf einem Ast in Bodennähe. Verzückt stellten wir uns zu den anderen Fahrzeugen und machten den Motor aus. Was für ein stolzes und schönes Tier! Ich war begeistert. Der Leopard war allerdings ein wenig angenervt. Er stand gemählich auf und ging allerdings nur ein paar Schritte weiter, um sich unter einen Busch zu legen. Aber auch das war ihm nach einiger Zeit zu unruhig. Er raffte sich auf und machte sich auf und davon. Seltsam, dass er dies nicht schon gleich getan hatte. Bereits ein paar Meter vom Weg entfernt, hätte ihm kein Fahrzeug mehr in den Busch folgen können. So waren wir ihm aber natürlich dankbar!


Oben: Stolzer Kudu Bock im Morgenlicht
Unten: Leopard im Gebüsch

Oben: Unser Platz im Savuti
Unten: Der rechte ist unser Platzelefant...



Unten: Ausflug zu den Bushmen Paintings

Auf dem Platz

Über die Kategorie Am Platz hatte ich ja schon mal geschrieben gehabt. Hier im Savuti musste man diese nun fortführen. Hatten wir doch am Platz mal gleich einen Hauselefanten. Aber vielleicht der Reihe nach. Als wir ankamen erledigte ich die Eintraguns- und Zahlungsformalitäten am Gate. Die anderen machten sich derweil auf den Weg, um schon mal mit dem Aufbauen anzufangen. Als ich dann einige Zeit später nachkommen wollte, konnte ich sie so schnell nicht finden. Ein Gerraschel links im Gebüsch neben mir, machte mich glauben, dass sich hinter den Büschen die anderen beim Aufbau befinden könnten. Ich guck also um die Ecke. Was war dort? Nix Zelt und Auto und Leute, dafür stand ich ca. 50 cm entfernt vor einem Elefanten. Ich muss sagen, so unmittelbar, da habe ich schon einen Schreck bekommen. Langsam entfernte ich mich ohne den Elefanten dabei aus den Augen zu lassen. Ein wenig später fand ich dann auch die anderen. Sie hatten bereits die Bekanntschaft mit diesem Tier gemacht. Er hatte nämlich bereits am Platz Hallo gesagt. Wir waren nicht unglücklich, dass der Lieblingsplatz dieses Elefanten (es gab noch mehr an den Sites) bei unseren Nachbarn war. Dort befand sich ein großer Elefant-Bisquit-Baum (Kameldorn Akazie), die man als Elefant so herrlich schütteln kann, um an die Früchte zu kommen. Die Site Bewohner flüchteten derweil mit ihrem kleinen Kind zu uns...

Am Abend dann, am Lagerfeuer, bekamen wir noch weiteren Besuch. Ein Honigdachs gab sich die Ehre und marschierte stramm auf unseren Abfalleimer zu. Von uns ließ er sich da wenig stören. Nachdem er keinen umherliegenden Müll fand, verschwand er hinter uns im Gebüsch. Wir waren ganz fasziniert. Honigdachse mal in ihrer ganzen Pracht zu sehen, kommt wirklich nicht so häufig vor. Meist schreckt man sie wo auf und außer einem bösartigen Fauchen und dem schnell verschwindenen Hinterteil, ist von ihnen dann nichts zu sehen. Ganz anders hier. Er zeigte sich in seiner ganzen Pracht und wir hielten still. Bekanntlich ist ein Honigdachs nicht der freundlichste Zeitgenosse und kann durchaus auch heftig zubeißen. Als ich im Bett war, hat er Jens und Joachim noch einmal besucht. Auch diesmal hatte niemand die Kamera parat (Wer rechnet denn schon damit, dass er nochmal zurückkommt...)

Weiterfahrt in den Linyanti

Nachdem wir zwei Tage auf dem Campsite im Savuti waren fuhren wir nun nach Linyanti weiter. Der Ranger am Gate empfahl uns wegen dem Tiefsand unbedingt auf die längere Strecke über das Goha Gate anzufahren. Wir entschieden uns aber doch für das tiefsandige Gelände, welches alles in allem gut zu handeln war. Zwischendurch kamen uns drei Landys mit einiger Zeitverzögerung entgegen. Da wir die einzig passende Ausweichstelle in unserer Nähe hatten, stellten wir uns dort ab und ließen die drei passieren.


Oben: Tiefsandpassage zum Linyanti
Unten: Mal wieder Elefanten...



Unten: Ein vollkommen relaxter Platz, der Linyanti Site


Fortsetzung der Beschreibung Livingston