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Im Moremi:
Fortsetzung der Beschreibung im Savuti

Oben: Impalaböcke
Unten: Geier im Flug


7.5. Moremi, Erstes Ziel: Camp Site an der Third Bridge

Im Moremi unterwegs zu sein, war diesmal eine richtige Mitzählaufgabe: Wir mussten all die Paradiesplätze ordentlich durchnummeriern und durften hierbei nicht durcheinander kommen. Schwierig war, dass wir ja bereits zuvor paradisiesche Plätze im KD 1 und KTP gesehen hatten, wo wir allerdings noch keine ordentliche Paradiesnummerierung durchgeführt hatten. Fakt ist aber, dass wir am Schluss bei der Nummer P102 uns befanden (immer noch innerhalb des Moremi). Da kommt man echt ins schwitzen...

Viele der Wasserlöcher, die wir letztes Jahr zwischen dem South Gate und der Third Bridge im August gesehen hatten, waren um diese Jahreszeit ausgetrocknet. Selbst unter der Second Bridge befand sich keinerlei Wasser. Als wir uns allerdings der Third Bridge näherten, waren vermehrt Wasserstellen zu sehen und entsprechend nahm die Wilddichte zu. Neben Wildschweinen, Impalas, Zebras, Baboons und Giraffen fanden sich an diesem Tag vor allem auch schon zahlreiche Vögel (Geier, Adler, Habichte, Strauße, usw.) ein.

Gamedrive in den späten Nachmittagstunden

Der Moremi bietet unglaublich viele Möglichkeiten für Gamedrives. Wir entschieden uns dafür die Third Bridge zu queren und in unmittelbarer Nähe davon an einem Wasserloch stehen zu bleiben. In diesem Loch befand sich ein einzelnes Hippo (bzw. wir sahen nur eins). Wir stellten das Auto ab und Jens machte es sich für die weitere Beobachtung auf dem Dach des Landys bequem, das hierfür wie geschaffen ist. Das Hippo dachte trotz einbrechender Dunkelheit nicht daran aus dem Wasser zu kommen. Wir genossen dafür das Schauspiel eines grandiosen Sonnenuntergangs. Als es schon ziemlich dunkel war machten wir uns allerdings schnurstracks auf den Rückweg. Unsere Zelte fanden wir zum Glück unversehrt vor - keine Selbstverständlichkeit, hatten wir doch vor zwei Jahren genau dort Baboons dabei überrascht, wie sie gerade die Zelte anderer Leute in ihre Kleinteile zerlegten.
Wir hatten den Eindruck, dass die Affen irgendwie eingeschüchtert waren und auf Abstand hielten, was uns sehr recht war. Später erfuhren wir, dass wohl die ältesten Affen geschossen worden waren und damit das "Vorbild" für zuwenig Distanz zum Menschen weggefallen war. Leider ist davon auszugehen, dass auch die Jüngeren schnell lernen werden und die momentane Scheu über kurz oder lang wieder verlieren werden.


Oben: Platz am Third Bridge Camp Site, dieser hat sogar eine eigene Zufahrt, dafür ist er ziemlich weit von den Sanitäranlagen entfernt

Oben:Sonnenuntergang am Wasserloch nahe der Third Bridge
Unten: Im Wasserloch war ein Hippo. Es dachte aber trotz Dunkelwerden nicht ans rauskommen. Schade!:


Oben: Wasserloch Richtung Nboma Island
Unten: Giraffe mit Madenhacker auf der Nase

8.5. Gamedrive am Morgen

An diesem Morgen brachen wir zu einem Gamedrive auf, der uns letztlich von der Rückseite her Richtung Nboma Island brachte. Wir bogen nicht am vorderen Abzweig ab, sondern erst einen später. Nachdem wir eine Zeitlang unterwegs gewesen waren kamen wir an ein traumhaft schönes Wasserloch. Spuren waren noch einige zu sehen, Tiere selbst allerdings (außer den Vögeln) nicht mehr. Wir waren wohl schon zu spät. Der See hatte trotzdem eine unglaubliche Stimmung. Später sahen wir beim Umkehren im Gebüsch Kudus und beim Weiterfahren liefen direkt vor uns Giraffen, auch waren Wasserböcke zu sehen. Das Perlhuhn war ebenfalls dort auf einem Termitenhügel und hielt Ausschau. Nach was oder nach wem? Keine Ahnung!

8.5. Weiterfahrt von der Third Bridge nach Xaxanaka


Oben:Die Third Bridge ist wieder befahrbar
Unten: Die Knüppelbrücke ist vollständig renoviert


Oben: Der Klassiker - Auto fährt über die Third Bridge
Unten: Frühstück an Paradies Nr.?


Oben: Rotschnabeldrossel
Unten: Star und Turteltaube




Oben: Halsbandbartvogel oder Blackcollared Barbet


rechts: Buschbock

Xaxanaka Camp Site: Am Platz

Die Kategorie Am Platz sei jetzt hier mal ganz offiziel eingeführt. Man muss nämlich in Wirklichkeit gar nicht umherfahren - die Tiere kommen von selbst zu einem. Wobei es welche gibt, die erfreuen und welche, die weniger erfreuen. Zu der Kategorie Weniger erfreuen zählt eindeutig der Pavian, bzw. die Paviane, denn sie kommen immer in größeren Mengen vor. Hier am Xaxanaka waren sie mit ungefähr 30 Tieren vertreten. Die Ausgewachsenen waren saufrech - vor allem dieses hier abgebildete Exemplar. Er schmiß doch tatsächlich die Mülltonne (eigentlich gesichert und befestigt) sehr geschickt um und brachte sich dadurch in die Lage unseren gerade so ordentlich im Müllbeutel untergebrachten Müll zu zerfetzen und z.B. in aller Ruhe das Marmeladenglas auszuschlecken. Den Rest ließ er einfach so liegen - Umweltsau, äh-affe! Worüber man sich natürlich viel mehr freut ist der Besuch von Buschböcken, die man so schon nicht so häufig zu Gesicht bekommt und mitten am Site erst recht nicht erwarten würde


8.5 Gamedrive zum Death Tree Island

Am Xaxanaka waren wir eine ganze Zeit lang geblieben und haben uns mit den Tieren am Platz amüsiert. Später machten wir uns dann auf den Weg und fuhren nach Death Tree Island.

Zuerst passierten wir gleich in unmittelbarer Nähe des Public Gamp Site die Bootsanlegestelle mit dem wunderbaren Schild: Strictly guests only - Babara fügte dem sofort noch ein fei an. (Für alle Nichtbayern: Das ist ein stehender Ausdruck, betont das Gesagte). Nun dieser Spruch wurde nun in entsprechender Abwandlung zum Standardspruch (Strictly Hippos only fei, etc)

Unterwegs begegneten wir Elefanten, u.a. einem, der nicht so gut auf uns zu sprechen war. Ok, ok, wir fahren ja schon weiter!

Death Tree Island ist schon allein landschaftlich sehr bizarr. Die Unmengen von abgestorbenen Bäume sind eine Folge einer Überschwemmung, die zum Abfaulen der Baumwurzeln und somit zu ihrem Absterben führte. Wir begegneten immer wieder Elefanten und schließlich sahen wir eine größere Herde Mohrhühner, äh Mohrantilopen. (Irgendwie habe ich das mal falsch abgespeichert... ). Wir erreichten erneut ein wunderschönes Gewässer, in dem sich mehrere Hippos tummelten. Eines kam immer näher heran, fixierte Jens auf dem Dach genauso wie umgekehrt. Nachdem es zeitweise aus dem Blickfeld geriet, es verbarg sich dann schon im nahen Uferschilf, fuhren wir lieber weiter. Eine Konfrontation mit einem Hippo musste einfach nicht sein. Auf dem Rückweg sahen wir u.a. eine Familie von Wasserböcken


Oben: Wasserbock am Death Tree Island

Wieder in der Nähe von Xaxanaka suchten wir uns ein Wasserloch an dem schon einiges an Tieren unterwegs war. Wir umrundeten es fast (so konnten wir ein weiteres Loch auch ein wenig im Auge behalten) und blieben stehen. Direkt neben uns äste ein junger Impalabock. Er ließ sich in keinster Weise durch uns aus der Ruhe bringen. Zur anderen Seite querte ein Schakal, sie sah man diesmal unerwartet selten.


Oben: Hallo Schweizer, so schaut ein Schakal aus!


Oben: Dieser Elefant war nicht so amused, er schlug ganz schön mit den Ohren
Unten: Unterwegs nach Death Tree Island , seufz, das nächste Paradies



Oben: Moorantilopen, wohin man sah

Unten: Beim Abenddrive, ein Schreiseeadler



Oben: Mit Kanonen auf Spatzen (bzw. auf Adler) schießen...
Unten: Große Elefantenherde

Als wir uns dann nach längerem Schauen auf den Weg zurück zu unserem Platz machten, entdeckten wir am anderen Wasserloch noch ein wunderschönes Exemplar eines Schreiseeadlers. Auch die Gäste eines Safariunternehmens sahen diesen und brachten ihre Großkaliber (Photoapparate) in Stellung. Der Adler hat es überlebt!

9.5. Von Xaxanaka nach North Bridge

Am diesem Morgen machten wir uns auf den Weg nach North Bridge. Es war schon wieder jede Menge zum schauen geboten. Eine ganze Herde Zebras tollte umher, wälzte sich am Boden und war überhaupt recht munter aufgelegt. Auch die mittendrin befindlichen jungen Impalaböcke mussten es sich mal wieder zeigen. Aus den schon häufiger beobachten Drohgebärden wurden nun zunehmend auch Kämpfe.

Unterwegs sahen wir dann noch eine richtig große Herde Elefanten. Genauer gesagt, erst sahen wir rechts von uns ein paar Elefanten im Gebüsch. Diese fingen an den Weg zu kreuzen und wurden immer mehr und mehr und mehr. Wir stellten unser Auto ab und bezogen Beobachtungsposten. Von diesem Platz aus konnten wir herrlich die ganze ziehende Herde beobachten. Soweit wir das überblickten gehörten mindesten 50 bis 60 Tiere zu dieser Gruppe.

Auf der Strecke zur North Gate ging es nun eine Zeitlang recht eintönig durch Mopanewälder. Dieser Abschnitt gehört zu den am wenigsten spannenden Gebieten im Moremi. Wir fieberten schon darauf endlich an die Abzweigung zu den Paradies Pools zu stoßen. Die Paradies Pools heißen wirklich so und haben den Namen - wie eigentlich soviele andere Stellen im Park - auch verdient!


Oben: Waran am Hippopool

Auf Grund der Wassermengen konnte man diesmal nicht bis zu der (ehemaligen) Furt vordringen und so zweigten wir vorher ab und fuhren direkt an den Rand eines großen anderen Pools. Vögel, Moorantilopen, zahlreiche Schmetterlinge - eine wunderbare Stimmung. Dennoch fuhren wir nach 20 Minuten weiter. Gerade hier in der Ecke kommt man von einem fantastischen Gewässer zum nächsten. Und was die Sache so faszinierend macht: An jedem Pool dominieren ganz unterschiedliche Tiere. Sahen wir an dem einen ein Babykrokodil sich räkeln, sind natürlich am Hippo Pool die Hippos vom Aussichtsturm aus zu beobachten (Eine wunderbare Stelle für ein ausgiebiges Picknick!), und zuletzt erreichten wir ein Gewässer mit hunderten von Vögeln. Es dominierten die Marabus, gefolgt von Störchen und Ibisen bis hin zu den Reihern. In den Bäumen schrieen die Seeadler als Reporter sich die Seele aus dem Leib und in der Mitte des Pools befanden sich noch ein paar Hippos. Gigantisch - besser hätte es Hitchcock auch nicht hinbekommen!

Unten: Mehrere hundert Vögel am P 102, darunter zahlreiche Marabus, Störche und mitten im Pool ein paar Hippos

Fortsetzung der Beschreibung im Savuti

Unten: Am Paradies - ein Babykroko



Oben: Komoran beim Abflug
Unten: Hippohaufen, man beachte das smile-Hippo und im Hintergrund die Warzenschweine