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KD1 Kaa Kalahari Consession:
zurück zur Beschreibung Von Windhoek in das KD 1

Oben: Straße von Ncojane nach Ukhwi ; 
Unten: Ukhwi Pan

29.4. Unterwegs von Ncojane nach Ukhwi

Wie man bereits auf dem Bild nebenan sehen kann, veränderte sich die graveled road dahingehend, dass nun immer wieder sandige Passagen folgten. Solange man in der Nähe von einem der Dörfer war, begegnete man nach guter alter Botswana Art einer Unmenge von Rindern und Ziegen mitten auf der Straße. Ein größerer Rinderzüchter hatte hier ein paar Kilometer nach Ncojane seine Farm - die Tiere selbst waren noch gute 10 km dahinter anzutreffen. Irgendwann verließen uns dann auch diese Spuren und wir fuhren mittlerweile ohne jeglichen anderen Autoverkehr "belästigt" durch eine Landschaft in den schönsten Rottönen. Unmittelbar auf der Straße fand sich dann plötzlich ein totes Kaninchen. Es sah noch so frisch aus und wie extra für uns hingelegt. Es wirkte fast so, als wäre es aufgeschreckt durch unser Auto, mitten beim Queren auf der Fahrbahn einem Infarkt erlegen. Irgendwie konnten wir uns dieses Phänomen nicht erklären.

Ein Schild mitten in der Pampa weist einen daraufhin, dass man nun das KD1 erreicht hat. Es war das Einzige, was einen konkret auf dieses Areal aufmerksam machte. Kein Mensch wollte in irgendeinem Dorf Gebühren von uns oder uns auf einen konkreten Campsite verweisen.

Information für Selbstfahrer: Sand wurde zunehmend tiefer, dennoch war die Straße jederzeit gut zu fahren.

Weiterfahrt in die Masetleng Pan

Nach Ukhwi folgt nun ein traumhaft abwechslungsreiches Gelände. Das Auge hat die ganze Zeit was zum schauen. Die Landschaft präsentiert sich in unheimlich viel Farbtönen und wechselt von Buschland in die bekannten Western Woodlands - beim Hupe-Reiseführer als Märchenwald beschrieben. Die Faszination dieses Geländes besteht darin, dass das Verbuschte plötzlich wie weggefegt ist und sich über Kilometer ein sehr locker bestückter Wald findet, der nur niedriges Gras als Untergrund führt und somit fast schon wie angelegt wirkt. Wir stoppten, um von der Landschaft Bilder zu machen, als Barbara plötzlich rief: "Da laufen Hunde". Ich drehte mich in die angegebene Richtung und konnte mit der Kamera leider nur noch auf große Entfernung das Rudel im Bild festhalten. Bei entsprechender Vergrößerung wird das Bild leider so unscharf, dass es auch jetzt im Nachhinein nicht abzuklären ist, ob wir ein Rudel Wildhunde haben laufen sehen. Dafür spricht, dass die Bewegung der Tiere eindeutig denen von Hunden entsprach und dass sie im Rudel unterwegs waren. Dagegen sprach, dass die Schwänze - soweit erkennbar - sich anders darstellten. Sie ließen irgendwie mehr den Gedanken an Hyänen aufkommen. Wie gesagt, wir können es leider nicht abschließend einordnen. So oder so waren wir vor Ort über dieses Ereignis richtig aufgeregt, hatten wir doch nur die Baumlandschaft bewundern wollen.

Oben: Masetleng Area, die Western Woodlands; 
Unten: Red Hartebeest

Oben: Masetleng Pan plus Straußengebinde
Unten:
Camp direkt auf dem Pfannenrand

Die Western Woodlands waren aber auch anderweitig gut bewohnt. Wir sahen immer wieder Red Hartebeests, Springböcke, einen Schakal, Trappen und anderes mehr. Wir waren begeistert, hielten wir uns doch außerhalb jedes Nationalparkgebietes auf. Dennoch fuhren wir weiter. Unser Ziel waren die Masetleng Pfannen, die über einen, in der Karte verzeichneten, und am Rande der Woodlands ausgeschilderten Campsite verfügen sollen. Wir durchquerten die erste Pan (auch diese wunderschön) und kamen auf dem Weg zur zweiten erneut an eine Ausschilderung des Sites. Nun sollten es aber plötzlich noch 10 km bis zum Camp Site sein, für uns nicht ganz nachvollziehbar. Wir folgten trotzdem erstmal der Beschilderung und überquerten dabei den Pfannenrand. Der Weg führte nun wieder von der Pfanne weg ins verbuschte Land hinein. Nach ca. einem Kilometer drehten wir um. Wir wollten ja an der Pfanne campen und nicht irgendwo im Hinterland. So durchquerten wir die Pan und suchten uns auf der gegenüberliegenden Seite einen Platz. Wir hatten freien Blick auf Strauße und vereinzelte Springböcke. Nachdem wir uns ein schönes Feuerchen gemacht hatten, kuschelten wir uns in die Jacken, es wurde nämlich sehr sehr kalt...

Informationen für Selbstfahrer: Teilweise verläuft der Weg nach dem Abzweig hinter Ukhwi durch viel Gestrüpp. Da darf es einem nicht um den Autolack leid tun. Die Strecke selbst aber ist leicht zu fahren. Der Sand war nirgends besonders tief.

30.4. Weiterfahrt von der Masetleng Pan Richtung Hukuntsi

Am nächsten Tag ging es weiter durch das Gebiet des KD 1 Richtung Ngwantle. Hier findet sich plötzlich ein dichtes Wegenetz, welches eine spontane Entscheidung (mit oder ohne Kompass) erfordert. Gleich nach Ngwantle ist die Straße wieder eine zweispurige Sandpiste. Man steht vor der Entscheidung, ob man die Piste nach Zutshwa oder direkt nach Hukuntsi nehmen soll. Vor Ort lassen sich die Straßenverhältnisse aber nur schwer einschätzen. Wir haben uns für die Strecke nach Hukuntsi entschieden. Diese wurde dann allerdings bereits nach kurzer Zeit eine wirkliche Offroadpiste durch hohes Gras (bzw. wir entschieden uns für die Grasspur, da diese deutlich besser zu befahren war, als die hinundwieder-befahrene Spur). Trotzdem musste Jochen mal unter das Auto schauen und ganze Büschel von Gras entfernen - bevor es sich entzündet und uns in erhebliche Schwierigkeiten gebracht hätte.

Fortsetzung der Beschreibung Mabuasehube Section

Oben: Sundown at Masetleng Pan
Unten:
Kreuzung in Ngwatle

Oben: Versammlungsplatz in Hukuntsi, erkennbar an dem Zaun in den Farbe der Flagge Botswanas -Hukuntsi ist eine aufstebende und moderne Gemeinde
links: Gras im Kühler und kilometerlang vor dem Auto