home tips tour2011 reiseberichte tiere wir Ausrüstung back next kontakt
Durch die central Kalahari

Vergrößerungen durch klicken auf das Bild

Fortsetzung der zurück nach Windhoek

Unterwegs zum CKGR

Voll bepackt (für 6 Tage Lebensmittel und Wasser sowie Diesel für 1000km) machen wir uns am Morgen auf den Weg nach Rakops. Wir treffen uns dort mit Jürgen und Claudia die mit uns durchs CKGR fahren wolllen. Die Tankstelle in Rakops hat mal wieder keinen Diesel - macht nichts unser Sprit reicht. Wir fahren Richtung Matswere Gate wo wir, am frühen Nachmittag, in der Nähe unser Camp aufschlagen wollen. Mit Beginn des Buschlandes stellen wir fest, dass hier rieseige Buschfeuer gewühtet haben. Nur die großen Bäume haben die Brände überstanden die vorherrschende Farbe ist Schwarz.

Im CKGR - Deception Valley

Um 8 Uhr checken wir am Gate ein um ja keine kostbare Zeit zu verschenken. Natürlich haben die Brände am Gate nicht halt gemacht. Bis Deception Valley gibt es immer wieder ausgedehnte Brandflächen. Schnell wird aber klar, dass jetzt die die immer im Gras verschwinden besser sehen kann. Jürgen und Claudia sehen im Deception Valley einen Honigdachs mit Schlang im Maul. Überall sind Duiker und Steinböcke gut sichtbar.

Oben:Voll bepackt
Unten: Springböcke


Oben: Mole Viper beim Warmup

Unten: Zwerg Manguste in der Leopard Pan

Im Deception V. treffen wir Oryxe mit Jungtieren die noch rötlich Braun sind aber schon die Statur der Alten haben. Eine Schlange wärmt in der Krone eines verbrannten Busches. Springböcke. Insgesamt sind aber weniger Tiere zu sehen als im Mai. Wir fahren weiter zur Sunday Pan

Sunday Pan

Am Campsite 3 schlagen wir unser Lager auf. Auch Sunday P. ist nicht verschont geblieben. Am Abend brechen zum Gamedrive auf die Pan ist in ein weiches Licht getaucht alles ist friedlich. Nur eine Gackeltrappe schimpft ganz fürchterlich mit einer Artgenossin. In einer Erdmulde fast unsichtbar liegt ein Capefox und beobachtet uns. Schakale beginnen ihre Jagd. Es wird dunkel am Lagefeuer nehmen wir die Geräusche der Nacht in uns auf. Jürgen und Claudia wollen uns am nächsten Tag wegen der vielen Brandflächen verlassen. Sie fanden diese zu deprimierend - schade - wir aber machen unverdrossen weiter.

Mit Sonnenaufgang brechen wir zu Leopard Pan (schwarz) auf.. Hier sehen wir das erste mal Bat Eared Foxes (Löffelhunde) bei der Jagd. Von einem Honigdachs werden wir aus dem Bush ganz fürchterlich ausgeschimpft. Schneller als wir anhalten und fotografieren können ist er veschwunden.

Passarge Valley

Nach dem Frühstück bauen wir die Zelte ab und fahren ins Passarge Valley. Das Valley empfängt uns mit wogenden gelben Grasflächen. Springböcke und Oryxe stehen friedlich auf der Weide. Immer wieder ist die "Straße" urplötzlich mit

tiefen und großen Löchern übersät. Warum nur müssen alle ihre Wohnungen dort bauen wo der Boden am härtesten ist? Liegt es an der verkehrsgünstigen Lage? Auch Tiere nehmen gerne die Wege um Entfernungen zurück zu legen. Jedenfalls für uns ist Vorsicht angesagt. Ein Fahrwerkschaden wäre nicht sehr schön, haben wir doch von der Sunday Pan bis zum Xade Gate 2 Fahrzeuge gesehen.
Ein verlorenes Straußenei liegt 5 Meter neben dem Weg. Ingrid nimmt es als Andenken mit. Es ist jetzt schon das dritte kostenlose Mitbringsel, nach Stachelschweinstacheln und einem gut erhaltenen Springbockschädel (steht jetzt bei uns im Wohnzimmer). Den Tag beenden wir mit Tierbeobachtungen und einem Glas Rotwein auf Camsite 2.

Tau Pan

Auf dem Weg zur Tau Pan werden die Brandflächen im Verhältnis weniger. Es spriest auch schon wieder neues Grün aus der Asche. Man fragt sich schon wo das Wasser dafür am Ende der Trockenzeit herkommen soll. Vermutlich aus der Luft. Unterwegs begegnen wir einer Springbockherde mit Jungtier dem wir eine Weile zuschauen, ein Geier bewacht seine Jungen vor uns im Nest, wir haben unser erstes Wildebeast im CKGR gesehen (wo sind nur all die Anderen?). In der Tau Pan sehen wir 2 Warthogs laufen, es muß Wasser geben, aber wo? Wir haben uns eine Melone mitgebracht die wir jetzt probieren, schmeckt trocken und nicht sehr intensiv, wir geben die Reste den Frankolins die zwischen unseren Füßen herumlaufen..

Oben: Bat Eared Fox

Unten: Geier mit Jungen

Oben:Sundown over Tau Pan
Unten:Morgen in der Piper Pan


Der Wind wird seit der Sunday Pan jeden Tag stärker. Etwa ab neun Uhr fängt es an bis zum Sonnenuntergang zu blasen. Diesen Morgen brauchen wir 10 Hände um die gut verzurrten Zelte abzubauen. Kurz vor der Abfahrt fällt uns noch auf, dass einer der Reifen schon wieder fast platt ist. Nun gut dann wird er halt gewechselt die Reparatur wir nicht teuer werden da er einen Schlauch hat.

Piper Pan

Dieser Tag ist bestimmt von wogenden Grasflächen, Trappen, Sekretären, Oryxen und wie jeden Tag vom Chanting Goshawk. Auf der zunehmend tiefsandigen Piste kämpfen wir uns zur Piper Pan durch, die goldgelb in der Nachmittagssonne leuchtet (Gott sei Dank). Viele Springböcke, Strauße und 4 Wildebeast verteilen sich malerisch über die Pan. In den Büschen und Bäumen rascheln Vögel und Mäuse. Am Abend besucht uns ein Schakal am Lagerfeuer (möchte er auch etwas Wein?). Die Nacht wird unruhig. Unsere Campsite wird von allen möglichen Tieren besucht. Im Vollmond glauben wir Hyänen und Schakale zu sehen. Ein großer Vogel läuft erst über die Site und landet dann mit großen Krach auf dem Dachständer. Am Morgen dann wecken uns Löwen mit lautem Gebrüll. Bis wir uns allerdings aus den Zelten getraut haben waren sie schon verschwunden.

Wir haben nun keinen Zweifel mehr, dass es Wasser gibt. Die Wasserlöcher an denen man vorbeikommt sind aber komplett trocken. Pumpen existieren nicht mehr oder sind nicht angeschlossen. Wo also in diesem riesigen Gelände sind die richtigen Wasserlöcher. Wir würden sie gerne noch suchen, müssen aber Richtung Xade fahren. Die Zeit ist abgelaufen und das Essen geht zu Ende.

Auf der schlechter und schlechter werdenden Piste kriechen wir Richtung Xade. Wir brauchen fast drei Stunden um dann zu erfahren, dass es noch 70 km so weiter geht. Und wirklich die festen stellen auf der Pad werden weniger, der Landy kämpft sich durch den Bulldust wir treffen eine Capecobra die unseren Weg kreuzt und im Busch verschwindet. Ab New Xade wird die Straße fest, so dass wir doch noch kurz vor Sonnenuntergang Thakadu Camp erreichen und uns erst einmal ein kaltes Bier genemigen.

Schakal im Wind

Lunch on the road