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Zu Fuß und mit dem Mokoro durchs Okavango-Delta

Fortsetzung der Beschreibung durch die Central Kalahari

An diesem Tag wurden wir am Audi Camp von einem - wie immer - sehr alten ehemaligen Militärallradfahrzeug abgeholt. Bei bitterer Kälte (so um die 7 Grad) fuhren wir im Offroadfahrzeug erstmal eine gute halbe Stunde auf der Teerstraße. Dann bogen wir links auf eine Sandpiste ins Delta ein. Da ich ja schon öfters die Mokorotour gemacht hatte, war ich erstaunt, dass der Weg plötzlich ein wenig von den anderen abwich. Bald war auch klar, warum. Wir passierten schon früh eine Stelle, die einem regelrechtem Fluss in Querrichtung entsprech. Ich staunte, nie hatte ich schon so früh Wasser dort gesehen. Wir querten eine Furt und waren nach einer guten Stunde an der Anlegestelle im Delta. Es war immer noch sehr kühl und vor allem sehr windig. Der Wasserstand war enorm. Im August findet man ja den höchsten Wasserspiegel. Dass dieser sich allerdings wirklich in diesem Ausmaß unterscheiden würde vom April bzw. Mai hätte ich nicht erwartet.

Infos zur Mokorotour: Da man einige Zeit im offenen Fahrzeug unterwegs ist, empfiehlt es sich warme Klamotten anzuziehen. Zudem sollte man einen wasserdichten Rucksack dabei haben. Die Guides haben nie oder selten was zum essen dabei, deshalb packt für sie mit ein!

Oben: Windig und kühl ist es bei Ankunft an den Booten
Unten: Poolen ist ein Knochenjob


Oben: Er poolte uns mitten in die Hippoherde
Unten: Wemm, unser Guide, erklärt Spuren

Der hohe Wasserspiegel sorgte für eine recht unruhige Fahrt. Der Wind trieb uns schnell über das Wasser und das niedrige Mokoro schaukelte kräftig vor sich hin. Zu Beginn sahen wir nur ein paar Wasservögel, aber plötzlich waren Hippos zu vernehmen. Sie wurden immer lauter und bald schon konnten wir eine ganze Gruppe im Wasser ausmachen. Nun muss man wissen, dass das gefährlichste Tier in Afrika nicht der Löwe oder Leopard ist, sondern das Hippo. Mit ungezähmter Kraft können sie bei Menschen erheblichen Schaden anrichten. Die meisten Unfälle im südlichen Afrika gehen zu ihren Lasten (dicht gefolgt im übrigen von den Wasserbüffeln). Dies allem zum Trotz poolte uns unser Guide immer näher an die Tiere heran. Ich war mir nicht mehr ganz so sicher, ob sie wirklich die Situation so gut im Griff haben, wie sie taten. Da steuerte er uns aber plötzlich mitten ins Schilf an eine Stelle, wo man aussteigen konnte. Nun beobachteten wir vom Land aus die Tiere aus unmittelbarer Nähe. Auch ein Kroko tümmelte sich mittendrin. Als wir im Gespräch feststellten, dass ich letztes Jahr eine Tour mit dem Guide Guidion gemacht habe, war plötzlich ein großes Hallo und Händeschütteln angesagt. Guidions Mutter war nämlich mit dabei und die Freude war groß.

Nach diesem "Hippoaufenthalt" ging es weiter mit dem Mokoro durchs Delta. Inzwischen wärmte auch die Sonne ein wenig und als wir schließlich für einen Bushwalk anlandeten, war es schon wieder ganz angenehm warm. Unser Guide war äußerst bemüht uns was zu bieten. So führte er uns ganz nahe an eine größere Zebraherde heran. Auch einige Gnus befanden sich dort. Beide Tierarten ergänzen sich nämlich auf ganz praktische Weise. Das was die einen besser hören können, können die anderen besser riechen. Gemeinsam sind sie stark gegen den Feind. Wemm zeigte uns unterwegs immer wieder auch Spuren und erklärte uns vieles zu verschiedenen Pflanzen.

Später machten wir dann Brotzeit auf einem schnuckeligen Platz mit zwei selbsgebauten Stühlen. Es ist eine gute Geste, wenn man ausreichend Essen eingepackt hat und somit alles teilen kann. Dies intensiviert den Kontakt und man kann, wenn man möchte, die Leute Löcher in den Bauch fragen.
Wichtig ist auch, dass man zum Schluss der tour dem Guide für alle Pooler Trinkgeld im ausreichenden Maße gibt, da sie von den offiziellen Gebühren nur einen Bruchteil erhalten (umgerechnet 10 Euro pro Person ist nicht verkehrt)

Fortsetzung der Beschreibung durch die Central Kalahari

Oben: Zebraherde mitten im Delta
Unten: Sie erzählen was zu den Pflanzen