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Durch den Caprivi und Tsodilo Hills
Nachdem wir den Savute verlassen haben geht es nun weiter Richtung Grenze. Wir erreichen Nboma Bridge, den Grenzübergang in den Caprivi Strip. Der Caprivi ist eine politische "Laune". Der schmale Streifen grenzt an Botswana, an Angola, an Sambia und Simbabwe, er selbst gehört zu Namibia. Wir übernachten kurz vor Beginn des Caprivi Game Parks (Transit, sehr langweilige, schnurgerade und geteerte Straße) auf dem Camp Site der Island Lodge. Diese liegt sehr idyllisch an einem Flussarm und bietet alles, was man braucht in wunderschöner Umgebung.
Von dort aus ging es weiter zu den Popa Falls, genauer gesagt muss man von Popa Rapids sprechen, denn Fälle wäre etwas zu viel gesagt. Die Umgebung ist sehr schön. Man kann gegen einen Eintritt bis zu den Rapids vor und wer im (O)kavango baden will, kann dies hier gut machen. Einige einheimische Kinder machten dieses, während Erwachsene auf Mekore zum Fischen unterwegs waren.

Infos für Selbstfahrer: Gute geteerte Straßen, der Grenzübertritt an der Nboma Bridge ging schnell vonstatten.

Oben:Bald gibt es Kaffee
Unten: Popa rapids


Oben: Entrance Gate
Unten: Landy vor Female Hill

Tsodilo Hills

Hier muss man mal gewesen sein. Nein - das ist die falsche Formulierung, sugerriert sie doch, dass es mit einem Besuch gut ist. Das stimmt aber nicht! Denn die Tsodilo Hills sind nicht umsonst die mountains of the god - eine mysthische Kette von vier Bergen. Alle diese Berge haben eine (zusammenhängende) Geschichte. So geht es um verstoßene Liebe, um eine neugegründete Familie und um das dazugehörende Kind. Mehr wird nicht verraten - fahrt hin und lasst euch selbst von diesem Gefühl dort gefangen nehmen. Nur soviel ist noch gesagt, die vielen, vielen Zeichnungen an den Felswänden sind beeindruckend und lohnenswert. Genauso schön ist es, das Betrachten der Bilder mit einer ausgiebigen Wanderung zu verbinden. Was man nicht übersehen sollte- auch hier gibt es Schlangen. Wir haben eine aufgeschreckt und sind dann beim Weiterwandern noch aufmerksamer in diesem Gelände geworden. Ein Schlangenbiss ist ja nicht gerade das, was man sich wünscht.

Infos für Selbstfahrer: Die Straße nach Tsodilo Hills ist zwischenzeitlich ausgebaut worden und deshalb problemlos befahrbar.

Der Campingplatz

In den neueren Führern ist zu lesen, dass mit dem Ausbau der Straße von einer zunehmenden Frequentierung des Gebietes auszugehen ist. Dies können wir so - zum Glück - nicht bestätigen. Wir erlebten wunderbare Tage (es lohnt sich länger zu bleiben!) auf diesem Platz. Waren wir doch die einzigen Gäste und tatsächlich - bis heute kostet das nichts. Wir hatten eine riesige Fläche für uns allein und am ersten Abend ein gigantisches Feuer mit zauberhaften Sternenhimmel.

Die Felszeichnungen

Sie sind im ganzen südlichen Afrika bekannt: Die Felszeichnungen der mountains of the god sind heute Weltkulturerbe. Ihr Alter wird auf rund 10.000 bis 2.000 Jahre geschätzt. Es finden sich aber auch zahlreiche jüngere Bilder an den Wänden.

Oben: Elefant
Unten:Auf dem Trail um Female Hill


Oben: Pinguin und Wale
Unten:Elands + Giraffe


Besonders beeindruckend sind vor allem die Motive Pinguin und Wal, zeugen sie doch von frühen Wanderbewegungen der Völker, denn nur so ist dieser Austausch an Informationen erklärbar. Auch die Fische spiegeln eine Umgebung wieder, die es heute nicht mehr gibt. Vor rund 10.000 Jahren aber soll es dort einen riesigen See gegeben haben.