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Tourbeschreibung:

zurück zu Tage 8 -10

Tag 11: Moremi Third Bridge

Tag 12: Moremi Xaxanaga

Tag 13: Moremi North Gate

weiter zu Tage 14 - 16 - noch in Arbeit

Das Moremi: Abenteuer pur!
Schon auf dem Weg zum South Gate hat man eine abenteuerliche Piste hinter sich zu bringen. Die Sandstraße ist breit und teilweise recht tückisch. Auf den letzten Kilometern begegnen einem dann bereits einige Dickhäuter - neben der Straße, beim Passieren der Straße und auf der Straße! Im Moremi selbst hat man dann soviel zu schauen, dass die wenigen Kilometer bis zur Third Bridge viel Zeit brauchen. Angekommen dann am Camp Site der Third Bridge erlebten wir eine unangenehme Überraschung! Auf uns warteten bereits im Dämmerlicht rund 30 ausgewachsene Paviane. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass diese Paviane (die gerade zwei fluchtartig verlassene Zelte zerstörten) schon recht nahe an Hitchcocks Horrorversionen heranreichen!!


Zebras am Morgen in der Nähe der Third Bridge (Bild Tommi Louis)

Third Bridge: beware of crocodile

Gott sei Dank schlafen auch Paviane Nachts. Wir erlebten eine aufregende, von vielen Geräuschen gespeiste Nacht. Unser Versuch am nächsten Morgen schon recht früh einen Kaffee zu trinken, wurde von einem um die Ecke lurenden Pavian vereitelt. Ruckzuck hatten wir zusammengepackt. Wir fuhren in einen bezaubernden Tag hinein. Nur unweit unseres Campsites befand sich eine Zebraherde auf dem Weg zu einer Trinkgelegenheit. Auch eine große Gruppe an Giraffen machte sich auf den Weg. Sie hatten eine Art "Schulweghelfer" positioniert. Zumindest erinnerte uns die Giraffe, die geduldig das Vorüberziehen einzelner oder kleiner Grüppchen an Giraffen abwartete, schwer daran. gezogen war. Nachdem wir eine Zeitlang sie einfach nur beobachtet hatten, folgten wir Ihnen. Einige Zeit später meldete sich der Hunger und wir fanden einen schönen Platz für das Frühstück. Dieses hatten wir auch wahrlich nötig. Denn die nächste Aufregung ließ nicht lange auf sich warten.

Mboma-Halbinsel

Auf den engen, wie für den Landy zugeschnittenen Wegen, wurden wir alsbald von einer Herde Elefanten "eingekesselt". Am Anfang war da eigentlich nur so ein pubertierenden Jungbulle, der einfach nicht zur Seite gehen wollte. Dies bewegte auch die restliche Herde dazu, sich zu sammeln anstatt weiter zu ziehen. Nach gut 40 Minuten entschieden wir uns, ganz langsam weiter zu fahren. Der Jungbulle schickte uns ein gewaltiges Tröten hinterher. Diese Situation machte uns deutlich, wie wenig Ahnung wir Europäer vom richtigen Verhalten gegenüber Tieren in einem solchen Moment haben. Die Mboma-Halbinsel ist im Übrigen nicht nur für seine Elefanten und die ausgeprägte Wildnis mit seinen Palmensavannen bekannt, mit etwas Glück kann man hier auch Wildhunde und Raubkatzen entdecken.


Wasserdurchfahrt auf dem Weg in Death Tree Island


Xakanaxa Camp Site


North Gate Campsite


Moorantilope

North Gate Campsite

Meerkatzen - sie tun so, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Dabei sind sie ganz gerissene kleine Diebe. Als wir unser Lager aufschlugen, war noch genügend Zeit, um bei Helligkeit Karten zu schreiben, zu lesen oder andere Dinge zu machen. Kaum hatte ich meine Sachen aus dem Auto auf den Tisch transportiert, hörte ich schon ein Rascheln in meinem Rücken. Flugs hatte sich eine Meerkatze in unserem Landy bequem gemacht. Innerhalb von ein paar Sekunden hatte er die Äpfel gefunden und flüchtete mit der Beute - allerdings nicht sehr weit. Ein paar Meter entfernt von uns, setzte er sich hin und verspeiste in Seelenruhe unseren Apfel. Die Meerkatzen waren wohl der Auslöser für den nächtlichen Besuch des Hippos.

Es war mitten in der Nacht. Von Stille kann man im Moremi eh nicht sprechen, es herrschten vielmehr die üblichen Ge-räusche einer emsigen Tierwelt vor. Doch plötzlich wurde diese vertraut klingende Geräuschkulisse durch einen lauten Schrei zerissen. Voller Schreck setzte ich mich im Zelt auf und lugte nach draußen. Da stand doch unmittelbar vor Tommis Zelt ein Flusspferd. Es jagte gerade mit einem weiteren Schrei all die Meerkatzen und Paviane der Umgebung auf den Baum. Erst gab es ein großes Geschnattere der Affen, dann herrschte plötzlich totale Stille am Camp-Site.